Paula Modersohn-Becker / Ian Wilson

Pinsel, Linie und Behauptung - miteinander gegenüber #10

Ein leerer Raum mit hohen weißen Wänden und dunklem Fußboden. Ein großer weißer Kreis ist mit Kreide auf den Boden gemalt. Im Hintergrund sind Fenster und Türen zu erkennen, an der Wand hängt eine schwarz gerahmte Fotografie
Ian Wilson, Circle on the Floor #14, 1968, Kreide, Sammlung Haubrok, Foto: Ludger Paffrath

In der Ausstellungsreihe „miteinander gegenüber“ trifft ein Werk der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld auf eine ausgewählte Leihgabe aus einer anderen Institution. Diese Begegnung führt zu neuen, oft überraschenden Sichtweisen.

Das Werk „Selbstbildnis. Brustbild mit Pinsel in der erhobenen Hand“, 1902, von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) aus der Sammlung der Kunsthalle trifft auf die Arbeit „Circle on the Floor #14“, 1968/2024, des südafrikanisch-US-amerikanischen Konzeptkünstlers Ian Wilson (1940–2020) aus der Sammlung Haubrok. Während Modersohn-Becker sich mit einem Pinsel in der Hand porträtiert und sich dadurch bahnbrechend für die Zeit um 1900 demonstrativ als Malerin positioniert, behauptet Ian Wilson mit einem Kreis, der mit Kreide auf den Boden gezeichnet ist, eine Skulptur, losgelöst von einem Kontext.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der haubrok foundation.

Die Ausstellungsreihe entsteht in Zusammenarbeit mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereich (SFB) 1288 «Praktiken des Vergleichens. Die Welt ordnen und verändern» der Universität Bielefeld.

miteinander
gegenüber

Die Reihe „miteinander gegenüber“ richtet den Fokus auf ein Werk aus der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld, das in der Gegenüberstellung mit einer ausgewählten externen Arbeit zentrale Fragestellungen aufgreift. Im Zentrum steht immer ein konzentrierter Vergleich der ausgewählten Arbeiten.