Stellung beziehen – Käthe Kollwitz

Mit Interventionen von Mona Hatoum

Eine Frau hat den Kopf nach links geneigt. Sie wirkt alt und abgemagert. Ihr Kinn hält sie mit der knochigen Hand. Die Augen sind geschlossen, die Haare wirken etwas unordentlich, hinten sind sie wohl hochgesteckt.
Käthe Kollwitz, Frauenkopf im Profil nach links, um 1905, Käthe Kollwitz Museum Köln; Foto: Käthe Kollwitz Museum Köln

Rau, ungeschönt, in konservativen Kreisen als „Rinnsteinkunst” verschrien: Käthe Kollwitz’ (1867-1945) Leben war geprägt von einem rastlosen politischen Engagement mit den Mitteln der Kunst. Bis heute haben ihre Werke nicht an Aktualität verloren. Fünf Installationen der palästinensisch-britischen Künstlerin Mona Hatoum (*1952) erweitern die Ausstellung um eine zeitgenössische und globale Perspektive. Sowohl Kollwitz als auch Hatoum bedienen sich einer reduzierten Formensprache, setzen Farbe allenfalls pointiert ein und kreisen in ihren Werken um Themen wie Verletzlichkeit, Vertreibung und Konflikterfahrung.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich, in Zusammenarbeit mit dem Käthe Kollwitz Museum Köln.