Oscar Tuazon

Was wir brauchen

Eine kurze Reise mit der Kamera durch Oscar Tuazons Werke in unserer Ausstellung, kommentiert vom Künstler selbst. Film von Roman Schauerte

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Pressetext

Oscar Tuazons (*1975) künstlerische Praxis ist geleitet von intuitiven Entscheidungen und prozesshaftem Arbeiten. Der US-amerikanische Künstler arbeitet mit natürlichen und industriellen Materialien, um Objekte, Strukturen und Installationen zu schaffen, die von den Betrachtern benutzt, besetzt oder anderweitig in Anspruch genommen werden können. Seine Werke wurzeln im Minimalismus, der Konzeptkunst, in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts sowie der Technik des do-it-yourself und der Bricolage, bei der Kunstwerke aus im Umfeld vorhandenen Materialien konstruiert werden. So stehen seine Arbeiten in enger Beziehung zu dem sie umgebenden sozialen wie physischen Raum und zum Publikum, das aktiver Teil vieler Arbeiten und Prozesse wird.

Gemeinsam mit der Bergen Kunsthall und dem Kunst Museum Winterthur präsentiert die Kunsthalle Bielefeld eine Ausstellungstrias, die sich dem Werk Oscar Tuazons auf unterschiedliche Weise nähert. Die drei Einzelprojekte bilden eine übergeordnete Einheit und geben dadurch einen facettenreichen Überblick in das künstlerische Schaffen Tuazons. Die Kunsthalle wird einen Querschnitt durch Tuazons Werk der letzten zehn Jahre bis heute zeigen und sich thematisch Fragen nach künstlerischen und gesellschaftlichen Existenzbedürfnissen widmen: Was ist absolut notwendig, unverzichtbar und systemrelevant? Was sind unsere essentiellen Bedürfnisse?

„Oscar Tuazon. Was wir brauchen“ ist nach „Aurel Dahlgrün. Summit“ der zweite Epilog zur Ausstellung „Dem Wasser folgen“ (2022), der das Projekt beschließt.

 

Medienguide


Oscar Tuazon hat sich für seine Arbeit „Garden for Maria Mies“ vom Johnson-Modell inspirieren lassen und speziell für die Ausstellung eine eigene Version der Kunsthalle im gleichen Maßstab entworfen. Der denkmalgeschützten Kunsthalle steht ab Mitte 2025 eine umfassende Generalsanierung und Erweiterung bevor. Tuazons „Garden for Maria Mies“ ist gleichzeitig eine Hommage an die Soziologin Maria Mies und so etwas wie ein „inoffizieller“, künstlerisch freier Designentwurf für die Erweiterung der Kunsthalle.

Wenn Sie mehr über Maria Mies und ihre Ideen, Ansätze und Theorien erfahren wollen, finden Sie weitere Informationen im Text weiter unten. Oder stöbern Sie gerne in den Büchern, die wir für Sie in Tuazons „Reading Booth“ zusammengetragen haben.

Wer war Maria Mies?

Bis zu ihrem Tod im Mai 2023  war Maria Mies durch ihre Forschung seit den 1970er Jahren eine treibende Kraft des feministischen Aktivismus. Mit dem  1983 erschienenen Buch „Frauen, die letzte Kolonie: Zur Hausfrauisierung von Arbeit“, das Maria Mies gemeinsam mit den Bielefelder Kolleginnen Claudia von Werlhof und Veronika Bennholdt-Thomsen veröffentlichte, wurde der Grundstein für den so genannten „Bielefelder Ansatz“ gelegt. Diese feministisch-materialistische Theorie setzt sich mit den Ideen des Marxismus auseinander und kritisiert unter anderem die entgeltlose Hausarbeit von Frauen. Mit der indischen Aktivistin Vandhana Shiva schrieb Maria Mies das Buch „Ökofeminismus – die Befreiung der Frauen, der Natur und unterdrückter Völker“. Auch damit unterstrich die Wissenschaftlerin ihren Einsatz gegen den Militarismus und für Emanzipation und Solidarität mit den ausgebeuteten und unterdrückten Menschen weltweit.

Im Vorwort von „Ökofeminismus“ schreibt Maria Mies: „Das patriarchalisch-kapitalistische System hat seine Herrschaft von Anfang an auf die Ausbeutung und Unterwerfung der Natur, fremder Länder und der Frauen aufgebaut. Natur, Frauen und fremde Länder sind bis heute die Kolonien dieses Systems. Ziel dieser Kolonisierung ist die Gewinnung unbegrenzter Macht einer Elite über alles Lebendige und Unbelebte. Ohne die Ausbeutung und Unterwerfung dieser Kolonien gäbe es die moderne Industriegesellschaft nicht.“

Mehr Informationen zur Person und ein Porträtfoto von Maria Mies gibt es hier: https://www.fritz-bauer-forum.de/datenbank/maria-mies/

Eingesprochen von: Charlotte-Sophie Laege
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

Karte von historischen Regionen im nahen Osten, wie z. B. Khurasan, im Verhältnis zu den aktuellen Staatsgrenzen.

Bereits beim Betreten der Kunsthalle haben Sie sicherlich das über sieben Meter breite Gemälde von Frank Stella mit seinen bunten Streifen und Farbflächen gesehen. Es heißt „Khurasan Gate I“ und ist aus dem Jahr 1968. Wenn Sie das Bild von der Seite aus betrachten, wird Ihnen eine Besonderheit auffallen: Die Leinwand ist nicht flach, sondern ragt deutlich in den Raum hinein. Stella experimentierte dafür mit extra angefertigten Keilrahmen und überwand dabei in den 1960er Jahren das „klassische“, rechteckige Leinwandformat. Diese Werke nennen sich „shaped canvases“ – auf Deutsch „geformte Leinwände“. „Khurasan Gate I“ ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Künstler*innen in den 1960er Jahren das traditionelle Leinwandbild zum eigenständigen Bild-Objekt weiterentwickelten.

Die bei Stellas „Khurasan Gate I“ hervorgehobene Form eines Doppelbogens trifft im Eingangsbereich der Kunsthalle auf eine raumgreifende Arbeit von Oscar Tuazon. Gehen Sie ruhig näher an die Holzkonstruktion heran, die sich vor dem Stella aufbaut. Sie können sie umrunden oder durch die Öffnungen zwischen den vier vertikalen und drei horizontalen Balken hindurchgehen. Tuazons Werk „Where I Lived and What I Lived for“ erinnert an überlebenswichtige Behelfskonstruktionen wie zum Beispiel Balken in Minenschächten. Haben Sie bemerkt, wie die Konstruktion sich je nach Blickwinkel und Standpunkt vor Stellas Gemälde schiebt und den Blick darauf stört oder verändert?

Diese Verschränkung der beiden Arbeiten von Stella und Tuazon bildet den Auftakt und zeigt die Beziehung zwischen  den Ausstellungen „Was wir brauchen“ und „Brauchen und Haben“: eine enge inhaltliche und formale Verbindung von Werken Tuazons mit Arbeiten aus unserer Sammlung, durch die neue Sichtweisen auf beide ermöglicht werden.

 

Malerei in den 1960er Jahren

Zu dieser Zeit wurde immer wieder vom „Ende der Malerei“ gesprochen. Das lag zum einen an den vielen neuen Möglichkeiten, die der Malerei ihre Dominanz streitig machten. Seit den 1920er Jahren wurden auch Fotografie und Film als künstlerisches Medium genutzt. In den 1960er Jahren kam Performance hinzu, die den eigenen Körper als Ausdrucksmöglichkeit nutzte, und Konzeptkunst, bei der die Idee für ein Werk wichtiger als deren Umsetzung war. Es entstanden auch erste installative Arbeiten, bei denen Künstler*innen ganze Räume mit unterschiedlichen Objekten füllten. Für europäische Künstler*innen kamen die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und der Shoah hinzu: Schreckliche Geschehnisse, die für manche nicht mehr mit dem traditionellen Gemälde darstellbar waren – sie suchten nach neuen Möglichkeiten. Wenn sie sich entschieden weiter zu malen, brachen sie oft das klassische Bildformat auf. Neben der Arbeit von Stella in der Eingangshalle sind Beispiele dafür vor allem in der zweiten Etage zu sehen.

 

„Was bedeutet der Titel „Khurasan Gate I“?“

„Gate“ bedeutet auf Deutsch „Tor“. Damit  verweist Stella auf Architektur und unterstreicht so den raumgreifenden Charakter seiner Kunst. Im Titel steckt außerdem das Wort „Khurasan“. Es ist der historische Name eines Gebietes im Bereich des heutigen Afghanistan und östlichen Iran. Ob sich Stella auf ein konkretes Tor, zum Beispiel in einer Stadtmauer, bezieht oder ob der Name mehr oder weniger zufällig gewählt ist, ist nicht abschließend geklärt.

 

Bild: Lencer, Karte Map Chorasan-Transoxanien-Choresmien, CC BY-SA 3.0

Eingesprochen von: Matthias Albrecht
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

Haus aus mehreren aneinandergestellten Baumodulen, die eher rund als rechteckig sind. Die Wände und Dächer bestehen aus meheren vieleckigen Platten. Vor dem Haus sind ein weg und einige kleine Pflanzen angelegt, im Hintergrund eine trockene Landschaft mit flachen Erhebungen.
Passiv solarbeheiztes Zome House von Steve und Holly Baer nahe Corrales, New Mexico, April1974
Fotograf: Norton, Boyd
Über wikimedia.org, keine urheberrechtlichen Einschränkungen bekannt

Tuazons Arbeit „Substitute“ erinnert an ein Fenster, doppelt verglast und in einem Stahlrahmen fixiert. Hinter diesem Fenster ist ein Ölfass montiert, das durch einen Aufbau aus Pumpflasche und Rohr mit den gerahmten Glasscheiben verbunden ist. In den Hohlraum zwischen die Scheiben hat Tuazon Polystyrol, besser bekannt unter dem Namen Styropor, mit hohem Druck in flüssiger Form gepumpt. Ahnen Sie, wie viel Kraft dafür aufgewandt werden musste? Das Füllen selbst können wir nicht mehr sehen, wohl aber die Spuren, die es hinterlassen hat

„Substitute“ bedeutet auf Deutsch „Ersatz“. Wofür mag die hier zu sehende Konstruktion ein Ersatz sein? Indem der Künstler den sonst so leicht zu übersehenden Raum füllt, macht er ihn sichtbar. Könnte das Styropor mit seiner Wärme isolierenden Eigenschaft ein Ersatz für das normalerweise zur Dämmung eines Fensters verwendete Gas sein?

 

Was hat Tuazon zu diesem Werk inspiriert?

Das Werk orientiert sich an dem „Zome House“ von Steve und Holly Baer in der Wüste New Mexicos. Gebaut haben sie es 1971, also vor über 50 Jahren. Das Besondere an diesem Haus war, dass es schon mit Sonnenenergie beheizt wurde. Wie funktionierte das?  Das Paar baute eine Wassertankwand. Sie bestand aus einer Glasscheibe, hinter der mehrere Dutzend mit Wasser gefüllte Ölfässer lagen. Sie wärmten sich tagsüber auf und gaben nachts die Wärme ins Innere des Gebäudes ab. Auf der Struktur des „Zome House“ basieren auch die „Water Schools“ von Tuazon. Zwei davon sehen Sie in unserer Ausstellung.

Mehr Bilder auch vom Inneren des Zome House und ein Interview mit dem Paar von 1973 gibt es unter: motherearthnews.com

Eingesprochen von: Charlotte-Sophie Laege
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

Oscar Tuazon bezieht in seine künstlerische Arbeit Ideen aus der Kunstgeschichte von den 1960er Jahren bis heute ein. Das gilt vor allem für die Minimal Art. In diesem Raum sind Werke von Mitte der 1960er Jahre bis 2022 versammelt. Schauen wir uns doch einmal an, was Tuazons „Reading Booth“ aus dem Jahre 2016 mit ihnen verbindet.

Beginnen wir mit den Leuchtstoffröhren, die diese besondere Lichtstimmung erzeugen. Es sind handelsübliche Leuchtstoffröhren in Standardgröße, -form und -farbe. Was passiert dadurch, dass Dan Flavin sie als sein künstlerisches Material auswählt? Er löst sie von ihrem alltäglichen Gebrauch und überführt sie in eine neue Bedeutung als Objekt zeitgenössischer Kunst. Dieses Vorgehen ist typisch für die Minimal Art. Auch Tuazon beleuchtet seine Lesekabine mit fluoreszierendem Licht und erbaute sie aus handelsüblichen Materialien wie Akryl oder Aluminium. Neben dem Material ist bei Flavin auch das Licht selbst Teil des Kunstwerkes. Lassen sie es einmal auf sich wirken. Welche Stimmung erzeugt das Licht im Raum, wie beleuchten seine Strahlen die anderen Werke?

Minimal Art ist also nicht mehr unbedingt ein flächiges Bild, sondern erstreckt sich in den Raum, so wie es wortwörtlich auch die gelben Stahlelemente von Charlotte Posenenske tun. Die ursprüngliche Version des Werks entstand zwischen 1966 und 68. Wie die einzelnen Teile angeordnet werden, wie das Relief also konkret im Museum aussieht, überlässt die Künstlerin jedoch den Ausstellungsmacher*innen. Denn Minimal Art will uns keine festgelegte Geschichte oder Botschaft vermitteln, sondern eine ästhetische Wirkung. Es geht um die Wechselwirkungen zwischen Objekt, dem umgebenden Raum und uns als Betrachtende. Mit Tuazons Reading Booth können Sie das ganz aktiv erleben. Wenn Sie näher an die Konstruktion heran gehen und hineinsehen: Wirkt der kleine Raum beengend oder doch kuschelig einladend? Setzen Sie sich ruhig einmal hinein und betrachten den restlichen Raum wortwörtlich aus neuer Perspektive.

Über ein Werk im Raum haben wir noch nicht gesprochen: Franziska Reinbothes „Ohne Titel“. Sie hat ihre Leinwand mit Chiffon und Garn bespannt, damit wir durch die Oberfläche hindurch den materiellen Unterbau von Malerei sehen können Dieses Skelett des Bildträgers formt aus mehreren Quadraten ein Raster. Diese Reduktion auf sich wiederholende geometrische Grundstrukturen ist ein weiteres typisches Gestaltungsprinzip der Minimal Art. Auch der äußere Eindruck von Tuazons Lesekabine wird von geometrischen Formen bestimmt.

Handelsübliche Materialien, Wechselwirkung zwischen Raum, Kunstobjekt und Ihnen als Betrachtende sowie geometrische Formen: Wenn Sie Ausschau danach halten, werden Sie auch an anderen Orten der Ausstellung immer wieder Einflüsse der Minimal Art bemerken.

 

Mehr zu Dan Flavins Arbeit aus dem Besitz der Kunsthalle

Der US-amerikanische Minimalist Dan Flavin beschäftigte sich den größten Teil seiner Karriere mit den künstlerischen Möglichkeiten von fluoreszierendem Licht. Diese Arbeit entstand zu einem speziellen Anlass, nur drei Jahre vor dem Tod des 1933 in New York geborenen Künstlers. 1993 feierte die Galerie Annemarie Verna die Einweihung neuer Galerieräume in der Neptunstrasse 42 in Zürich. Dafür entwickelte Flavin eine Werkgruppe, die die Räume der ersten Ausstellung dort be- und ausleuchtete. Deshalb trägt „Untitled“ im Untertitel die Widmung „For the Vernas on opening anew“, zu Deutsch: „Für die Vernas zur Neueröffnung“.

 

Posenenskes “Relief” – zwischen Reproduktion und Prototyp

Charlotte Posenenske gehörte zu den wenigen Künstler*innen in Deutschland, die bereits früh Impulse der US-amerikanischen Minimal Art aufnahmen. Die “Reliefs” thematisieren den Übergang von der Fläche zum Raum. Die Elemente können zu einer Form kombiniert oder in Reihe präsentiert werden. Posenenske ließ sie industriell als unbegrenzte Serie, unsigniert herstellen. Sie wurden mit wetterfester Farbe versehen und zum Produktionspreis verkauft. Da sie auch nach dem Tod der Künstlerin 1985 weiter reproduziert wurden, gelten alle vorher hergestellten Exemplare als „Prototypen“. Das Werk aus unserer Sammlung ist kein „Prototyp“. Es gehört zur „Serie C“, die aus Elementen desselben Formtyps besteht.

Eingesprochen von: Nadine Kleinken
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

Chinesische Schriftzeichen für „Tür“ und „Fenster“
Über wikimedia.org, Creative Commons Zero

 

Tontafel mit altassyrischer Keilschrift, ca. 20.–19. Jh. v. Chr.
Über wikimedia.org, Creative Commons Zero

Hier sehen Sie ein Werk des deutsch-US-amerikanischen Künstlers Jimmy Ernst, dem Sohn des berühmten Surrealisten Max Ernst.
Entdecken Sie, wie durch viele dunkle Linien baumartige Strukturen im Bild entstehen? Oder wie manche der Linien Symbole bilden? Sie gehören zu einem eigenen Zeichensystem. Während seiner Lehre zum Schriftsetzer war Jimmy Ernst begeistert von Zeichen und Symbolen aus aller Welt. Er beschäftigte sich unter anderem intensiv mit chinesischen und arabischen Zeichensystemen, der Keilschrift und auch Schriften indigenen Gruppen. Diese Begeisterung spiegelt sich im vorliegenden Werk wider.

Woran erinnern Sie die Strukturen im Hintergrund? Vielleicht an eine Fensterfront mit zersplitterten Glasscheiben?
Ziemlich bedrückend, finden Sie nicht?

Diese Wirkung passt zum Titel: „Thoughts on November 63“, auf Deutsch Gedanken an den November 63.  Er verweist auf das Attentat auf den früheren US-amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, der im November 1963 in Dallas erschossen wurde.

An der freistehenden Wand ganz rechts sehen Sie ein Werk des französischen Malers und Bildhauers Louis Cane. Vertikal und diagonal verlaufende Balken, die sich immer wieder überschneiden. Farben und Formen überlagern einander. Welche Wirkung hat das? Entsteht für Sie der Eindruck von räumlicher Tiefe?
Diese Wirkung streben beide Künstler, Jimmy Ernst und Louis Cane, an. Durch Farben, Formen, Überlagerungen und das Spiel mit Hell und Dunkel erzielen sie räumliche Eindrücke.

Den beiden Arbeiten gegenüber steht Oscar Tuazons Werk „Building“. Abhängig von Ihrem Standpunkt und Blickwinkel überschneiden sich die Hölzer des Gerüsts unterschiedlich stark, so wie die Farbbalken und Linien in den Werken von Ernst und Cane. Und die Fensterfront im Werk von Jimmy Ernst zeigt eine Auseinandersetzung mit der Architektur, wie sie auch bei Oscar Tuazon deutlich zu sehen ist.

Eingesprochen von: Matthias Albrecht
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

In diesem Raum wird die Frage gestellt: Wie kann die Malerei sich mit dem Raum verbinden, in dem sie zu sehen ist?

Haben Sie schon die beschädigte Leinwand bemerkt? Lucio Fontana hat die plane Oberfläche zerschnitten, um die Leinwand in den dahinterliegenden realen Raum zu öffnen. Da ist zwar nicht viel Platz, mögen Sie einwenden, aber eine Verbindung entsteht.
Auch Günther Uecker bearbeitet den Bildträger. Er schlägt mit handelsüblichen Nägeln ein kreisrundes Muster auf eine mit Leinwand bespannte Holzplatte. Dadurch erschafft er eine Struktur, die ein Spiel mit der Wahrnehmung erzeugt. Probieren sie es einmal aus. Wie verändert sich die Wirkung, wenn sie sich bewegen? Welchen Einfluss hat das Licht dabei?

Und dann steht da ja noch diese große Metallstruktur im Raum. Wenn Sie um diese herumgehen oder durch sie hindurchsehen: Wie verändert sie Ihren Blick auf den Ausstellungsraum?

Oscar Tuazons Installation „Numbers“ greift regelrecht in den Raum hinein. Die Eisenplatten und –streben versperren uns immer wieder beim Herumgehen um die Skulptur den freien Blick auf den Rest des Raumes und die Arbeiten an den Wänden. Gleichzeitig öffnen sich neue Raumansichten und Blickachsen, die unsere Wahrnehmung des Raumes bestimmen und beeinflussen.

Eingesprochen von: Charlotte-Sophie Laege
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

In diesem Raum treffen Stillstand und Bewegung, Leichtigkeit und Schwere aufeinander und machen den spannungsgeladenen Moment dazwischen spürbar. Tuazons „Erector“ drückt seine rohen, wuchtigen Holzbalken vom Boden hoch. Ganz im Sinne des lateinischen Wortes „erectus“ richtet er sich kraftvoll auf und streckt sich Alexander Calders „Mobile“ an der Decke entgegen. Bei diesem reicht hingegen die Leichtigkeit eines Luftzuges, um die farbigen Eisenteile in Bewegung zu versetzen. Sie sind nur lose durch Drähte verbunden, weshalb das Gleichgewicht der Kräfte zwischen den Teilen schnell aufgelöst und in einen spontanen, ungerichteten Tanz versetzt werden kann. Das Werk ist so konstruiert, dass es seine Bestandteile mit der Zeit stets wieder in den ruhigen Ausgleich von Gewicht und Gegengewicht bringt. Aber sie bleiben beweglich, „mobile“ wie es im Französischen heißt. Beide Arbeiten nutzen das Spiel zwischen physikalischen Kräften, um Bilder im Raum zu zeichnen. Wenn Calders „Mobile“ in Bewegung ist, können Sie beobachten, wie sich die Farbflächen langsam neu zueinander positionieren und andere Eindrücke erzeugen. Alles eine Frage der Perspektive (, die Sie auch selbst beeinflussen können). Wenn Sie sich im Raum bewegen und dabei das Mobile und Tuazons „Erector“ im Blick behalten, können Sie sehen, wie je nach Blickwinkel weitere Formen sichtbar werden.

 

„Erector“ – Verb oder Nomen?

Neben der bereits erwähnten Bedeutung von „Erector“, könnte sich Tuazons Werktitel auch auf das englische Nomen „erector“ beziehen. Das heißt „Erbauer“ und würde somit auf Tuazon selbst und die handwerklichen Prozesse als Teil seines künstlerischen Schaffens verweisen.

 

Nicht jeder hat einen Calder, aber viele ein Mobile

Alexander Calder hatte seinen hängenden, fein austarierten Konstruktionen eigentlich keine Namen gegeben. Er wollte nicht beeinflussen, was Menschen in ihnen sehen. Als der französische Künstler Marcel Duchamp sie jedoch sah, bezeichnete er sie als „Mobiles“ – vom Französischen „mobile“, was auf Deutsch „beweglich“ heißt. Der Name setzte sich nicht nur in der Kunstwelt durch, sondern z. B. auch für von der Decke hängende, bewegliche Spielzeuge, wie sie in vielen Kinderzimmern zu finden sind.

Eingesprochen von: Nadine Kleinken
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

Lage der südnorwegischen Kommune Kragerø in der Provinz Vestfold og Telemark. Ihr Verwaltungssitz liegt in der gleichnamigen Stadt.
Ausschnitt von Google Maps

In diesem Ausstellungsraum steht das Verhältnis von Mensch und Natur im Mittelpunkt: von der nahezu unberührten Natur über ein Leben im Einklang mit ihr bis hin zu ihrer Beherrschung durch den Menschen.

Oscar Tuazons Aquarelle zeigen momenthafte Skizzen von Landschaften, die seine Eindrücke der unberührten Natur festhalten.  Erich Heckels „Rote Häuser“ von 1908 beschäftigt sich dagegen mit der menschlichen Besiedlung von Natur. Die Häuser gehören zum Fischereidorf Dangast am Jadebusen, aber die Farbintensität entspricht nicht der Realität. Sie spiegelt seine emotionale Wahrnehmung wider. Es geht um Gefühle! Die Farben hat Heckel spontan aufgetragen und zu einfachen flächigen Formen zusammengefügt.

Wie Heckels „Rote Häuser“, zeigt auch Ernst Ludwig Kirchners Gemälde „Blick ins Tobel“ keine naturgetreue Abbildung der Umgebung. Aus farbigen Flächen entwickelt Kirchner Formen. Mit deren eigenwilliger Farbigkeit drückte der Künstler aus, wie er die Berge erlebte. Was denken Sie? Wie erlebte Ernst Ludwig Kirchner die Natur? Welche Bildteile wirken eher wild auf Sie, welche eher ruhig?

Edvard Munchs „Dorfstraße in Kragerø“ zeigt uns das alltägliche Leben der Menschen in dem südnorwegischen Küstenort Anfang des 20. Jahrhunderts. Könnte man meinen. Aber in diesem Bild steckt viel mehr! Wir können ahnen, wie die Menschen damals mit der Umwelt umgegangen sind, wie sie sich anpassten. Die unbefestigte Straße ist regelrecht eingekeilt in Felsen – hier gibt die Natur vor, wie die Menschen leben können.
Edvard Munch ist übrigens vorn links selbst im Bild. Wie stellt er sich in dieser Szene dar? Gehört er dazu?

Schauen Sie nun einmal die beiden großen Fotografien einer Hecke an. Undurchdringlich, wie eine grüne Mauer. Hier wurde ein Stück Natur geformt durch den Menschen. Martin Brockhoff hat diese Fotos gemacht. Die Hecke ist hier in Originalgröße zu sehen.
Wozu sind solche Hecken da? Grundstücke und private Gärten werden dadurch nach außen abgegrenzt. „Hier kommst du nicht rein“, signalisieren sie uns.
Das ist aber noch nicht alles. Ist Ihnen aufgefallen, dass Sie diese Hecken auch einfach als abstrakte Bilder wahrnehmen können?

Betrachten Sie nun das fast quadratische Gemälde mit seinen leuchtenden Grün- und Gelbtönen. Ein Wald. Und was für einer! Sicher auch nicht leicht, hier durchzukommen. Mitten drin hat Bruno Krauskopf ein einsames Häuschen gemalt.
Hier ist es interessant, auf das Entstehungsjahr zu schauen: 1917, mitten im Ersten Weltkrieg. Vielleicht sehnte sich der Künstler, der auch Soldat gewesen war, nach einem abgeschiedenen Leben als Einsiedler, im Einklang mit der Natur.

Eingesprochen von: Nadine Kleinken
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

Was brauchen wir? Als Gesellschaft und als einzelne Person? Mit dieser Leitfrage der Ausstellung ist die Frage nach den notwendigen Umständen und Bedingungen für die Erfüllung unserer Bedürfnisse verbunden.

Die aus Peru stammende Künstlerin Teresa Burga gilt heute als wichtige Wegbereiterin von Pop-Art und Konzeptkunst in Lateinamerika. Beide Kunstformen kamen in den 1960er Jahren auf. Teresa Burga war lange Zeit praktisch unbekannt. Das hat sich inzwischen zum Glück geändert. Wir freuen uns besonders, dass ihre Arbeit „Untitled (Bar)“ seit Kurzem zur Sammlung der Kunsthalle gehört.

In einem Interview 2019 sagte Burga:

„Es hat mich schon immer interessiert, wo ich auch war, genau hinzuschauen und zu sehen, wie und unter welchen Bedingungen Frauen leben.“

In ihrer Arbeit „Untitled (Bar)“ aus dem Jahr 1966 beobachtet sie genau: Es ist eine Szene, die sie auf einer Reise in Paris gesehen hat. Mehrere Frauen in einer Bar. Die 333 ist vielleicht die Hausnummer eines Pariser Vergnügungslokals im selben Viertel wie das Moulin Rouge. Die Frauen sind Sexarbeiterinnen. Vielleicht warten sie auf Kundschaft. Oder sie erholen sich.

Wie wirken die Frauen auf Sie? Beschützt die Architektur sie? Oder wirken sie eingesperrt? Welchen Stand haben sie in der Gesellschaft? Auf der linken Bildseite arbeitet Burga Fotografien ein, die vor allem Männer zeigen.

Und dann sind da noch die spanischen Wörter „Hoy“ und „funcion“ aufs Bild gemalt. Die wörtliche Übersetzung lautet “heute” und “Funktion”. “Funcion” kann auch “Aufgabe, Tätigkeit” bedeuten. Oder aber “Aufführung”.
Was hat es mit diesen beiden Wörtern im Bild auf sich? Ist damit die „Funktion heute“ der dargestellten Frauen gemeint – oder vielleicht das Veranstaltungsprogramm in der Bar, also die “Aufführung heute”?

Was die Bar in Teresa Burgas Gemälde nicht sein kann, könnte Oscar Tuazons Arbeit sein – ein Schutzraum. „I Put Food on the Table“ – auf Deutsch: „Ich bringe das Essen auf den Tisch“. – gleicht einer selbstgebauten Architektur.

Wenn diese Konstruktion im Skulpturenpark der Kunsthalle stehen würde, wäre sie vermutlich ziemlich schnell bewohnt. Mit der überdachten Höhle könnte sie uns vor Regen oder heftiger Sonne Schutz bieten. Genauso gut könnten wir die erhöhte Plattform nutzen, um die warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Oder sie als Ort der Zusammenkunft und des Austauschs gebrauchen.

Es ist also ein ganz wandelbares und anpassungsfähiges Objekt. Was es ist, kommt dabei ganz auf uns an, unserer Kreativität und unseren Bedürfnissen.

 

Was hat „Remember this House“ mit den anderen Werken zu tun?

Ebenso wie Teresa Burga verweist Monica Bonvicini auf soziale Ungerechtigkeiten. Die Spuren der schweren Ketten erinnern an Gefangenschaft. Bonvicini bezieht sich mit dem Schriftzug „Remember this House“ auf den Titel des unveröffentlichten Manuskripts von James Baldwin. Darin wollte er die Geschichte der US-Freiheitskämpfer erzählen und die Frage danach stellen, ob der Rassismus in den USA der 1980er Jahren überwunden sei. Er wollte dafür auch das Gespräch mit den Kindern von Malcom X, Martin Luther King Jr. und Medgar Evers suchen.

Eingesprochen von: Matthias Albrecht
Aufnahme und Schnitt in Kooperation mit dem Making Media Space im Digital Learning Lab der Universität Bielefeld.

Gallerie

Einige unscharf fotografierte Erwachsene und Kinder gehen die Treppe herauf. Dort oben: In einem Ausstellungsraum der Kunsthalle steht auf dem Parkettboden eine Hausstruktur. Es wirkt wie ein Rohbau aus Holz. Das Ständerwerk steht, nur die Wände und die Dacheindeckung fehlen. Die Fenster sind eingebaut: Es sind quadratische, in Aluminium gefasste Glasscheiben, die mit runden Motiven bemalt sind. Im Haus steht ein zylindrischer Ofen aus Beton, aus dem ein Edelstahlschornstein nach oben ragt.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Detailansicht einer Holzkonstruktion eines Hauses. Nur die Latten sind zu sehen, dazu eine einfache Sitzecke aus zwei Holzplatten. In einem Fensterausschnitt ist ein quadratisches bild zu sehen: Ein rotgelber Kreis, der an eine Sonne erinnert.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
In einem Ausstellungsraum der Kunsthalle steht auf dem Parkettboden eine Hausstruktur. Es wirkt wie ein Rohbau aus Holz. Das Ständerwerk steht, nur die Wände und die Dacheindeckung fehlen. Die Fenster sind eingebaut: Es sind quadratische, in Aluminium gefasste Glasscheiben, die mit runden Motiven bemalt sind. Im Haus steht ein zylindrischer Ofen aus Beton, aus dem ein Edelstahlschornstein nach oben ragt.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Blick von der Treppe auf die erste und zweite Etage der Kunsthalle. Oben ist eine Holzkonstruktion eines Hauses zu sehen, unten ein Haus aus dicker Pappe, das ein bisschen an einen Iglu erinnert.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Blick in ein Haus aus Pappe. Zu sehen sind die Klebestreifen, mit denen die Pappen zusammengeklebt sind. Durchblick bis zum offenen Ende des Hauses. An den Seiten Sitzbänke aus Holz.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Ein an ein Iglu erinnerndes Haus aus dicken Pappplatten in einem Ausstellungsraum. Im Vordergrund zwei unscharf fotografierte Frauen mit weißen Oberteilen.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Drei Fotos an einer Wand. Sie zeigen kugelförmige Häuser in der Natur. Die Häuser sind aus Holz, aber die Kugeldächer meist mit Folie bedeckt.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Blick in ein Haus aus Pappe. Zu sehen sind die Klebestreifen, mit denen die Pappen zusammengeklebt sind. Durchblick bis zum offenen Ende des Hauses. An den Seiten Sitzbänke aus Holz.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Haus aus Pappe, von einem Ende fotografiert. Großer Eingang, innen beidseitig Sitzbänke. Hinten links ist ein quadratisches Fenster zu sehen mit einem runden Motiv in Blau.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Ein wie aus der Zukunft gereistes kleines Büdchen aus Aluminium und Plexiglas mit Holzfußboden. Ein grünes Licht fällt auf die Konstruktion, in die man sich zum Lesen hineinsetzen kann.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Drei quadratische Kunstwerke, auf denen jeweils ein rundes Motiv zu sehen ist. Links und rechts schwarz, in der Mitte orange.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Blick durch eine quadratische Scheibe, die ungefahr 1 Meter mal 1 Meter groß ist. Die Scheibe ist stark verdreckt, im Inneren der Doppelverglasung wurde eine weißgelbliche Substanz eingesprüht. Dahinter in einer Raumecke ein Metallfass.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Vorn im Raum ein Metallfass, das mit einem dicken Fenster mit Metallrahmen verbunden ist über ein Rohr. Hinten im Raum an den Wänden quadratische Bilder mit runden Motiven, drei schwarz, eines gelb.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Sonnenlicht fällt in einen Ausstellungsraum der Kunsthalle durch ein Fenster, das mal wieder geputzt werden sollte. Im Raum links davor ein etwa zwei Meter hoher Holzpfahl auf einem groben flachen Betonsockel, an den oben senkrecht eine weiße Leuchtstoffröhre montiert ist. Sie ist eingeschaltet. Rechts ist ein Raum zu sehen, der in grünes Licht getaucht ist.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Ein etwa zwei Meter hoher Holzpfahl auf einem groben flachen Betonsockel, an den oben senkrecht eine weiße Leuchtstoffröhre montiert ist. Sie ist eingeschaltet.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Blick in ein igluartiges Haus aus Pappe. Ein bisschen wirkt es wie eine gemütliche Höhle. Links ist eine lange Sitzbank.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Blick in ein igluartiges Papphaus mit Sitzbänken an den Seiten. Links ist ein raumhohes Regal mit Büchern darin.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Zwei Landkarten an einer Wand. Übermalt mit Kreisformen in Blau und Grüngelb.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Igluartiges Haus mit Sitzbänken und Bücherregal innen in einem Ausstellungsraum. An einer Wand zwei quadratische Rahmen mit runden Motiven in Orangetönen, vermutlich Feuer?
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Blick von außen in ein Fenster der Kunsthalle, hinter dem ein igluartiges Haus zu sehen ist. In der großen Fensterfront spiegelt sich der Himmel, wodurch manche Teile des Fotos blau, manche gelb eingefärbt sind.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
In einem Ausstellungsraum der Kunsthalle steht auf dem Parkettboden eine Hausstruktur. Es wirkt wie ein Rohbau aus Holz. Das Ständerwerk steht, nur die Wände und die Dacheindeckung fehlen. Die Fenster sind eingebaut: Es sind quadratische, in Aluminium gefasste Glasscheiben, die mit runden Motiven bemalt sind.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Zwei Wände. Auf der linken drei kleine gemalte Landschaftsmotive und ein größeres, auf der rechten Wand zwei große Fotos einer Hecke, die ziemlich nah aufgenommen wurde.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
In einem Ausstellungsraum der Kunsthalle steht eine große schwarze und naturfarbene Holzstruktur, die an eine Treppe oder Tribüne erinnert. Wie ein Ausschnitt daraus. Hinten links an der Wand ein Gemälde mit Frauengesichtern und dem Wort "Bar".
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer
Eine Skulptur aus Stahl. Roh, schwarzgrau wirkt sie. Es sind eine Art Quader, deren Stirnseiten mit einem Bleck verschlossen sind. Ansonsten kann man hindurchgucken.
Oscar Tuazon. Was wir brauchen. Ausstellungsansicht Kunsthalle Bielefeld 2023. Foto: Phlipp Ottendörfer